logo blogVorweg: Ich bin ein großer Fan von Serena Williams, ich bewundere ihr Tennisspiel, ihre Power, ihren Siegeswillen, aber auch ihre Ausstrahlung und ihre exzentrischen Outfits. Für mich die beste Tennisspielerin aller Zeiten. Aber was sie sich da am Samstag im Finale der US-Open geleistet hat, war einfach nur peinlich.


Serena wurde drei Mal verwarnt. Einmal wegen unerlaubten Coachings ihres Trainers (von da an begannen die Diskussionen und das dauernde Gezeter), einmal wegen Zertrümmern eines Schlägers (das brachte ihr einen Strafpunkt ein) und das dritte Mal wegen Schiedsrichterbeleidigung (das kostete ihr ein ganzes Game zum 5:3 für ihre Gegnerin).


Aber auch nach dem Spiel kein Einsehen über ihr komplett überzogenes Verhalten. Im Gegenteil, sie packte die Sexismus-Keule aus. Das Argument: wenn ein Mann den Schiedsrichter beschimpft, wird er nicht so bestraft. Das Problem in ihrer Argumentation: Männer greifen den Schiedsrichter auch nicht in so persönlicher Form an, nennen ihn nicht fortwährend einen Lügner und einen Dieb. Und verlangen auch nicht dauernd, dass er sich bei ihnen entschuldigen soll (wofür?). Wenn sich ein Mann so wie Serena aufführen würde, würde er mindestens gleich bestraft werden!


Das einzige, was ich dem Schiedsrichter vorwerfe ist, dass er nicht mal gesagt hat, dass es jetzt genug ist, entweder sie hört jetzt auf ihn zu beleidigen, oder sie wird ein drittes Mal verwarnt und bekommt ein Straf-Game. So schluckte er lange die ganzen Beleidigungen, die ihm unentwegt an den Kopf geworfen wurden, bis es einfach zu viel wurde. Aber wie gesagt, bis heute keinerlei Einsicht von Serena über ihr peinliches Verhalten, sondern Sexismus gegen sie. Serena, das unschuldige, unfair behandelte "Opfer".


Nun zeichnete der Karikaturist Mark Knight in der australischen „Herald Sun“ eine Karikatur über diesen Vorfall, welche nun beim "Gender-Mob" eine Welle der Empörung auslöste. Warum? Weil sie mit dicken Lippen, krausem Haar und üppigen Körperformen dargestellt wurde, und das empfinden nun viele als rassistisch und sexistisch. Diese Menschen haben scheinbar das Wesen einer Karikatur nicht verstanden. Leider auch eine J.K. Rowling (die Harry-Potter-Autorin) nicht. Eine Karikatur lebt nun mal von Überzeichnungen. Aber in (Gender-)Zeiten wie diesen darf man wohl neben Mohammed nun auch keine Frauen und keine „Nicht-Weißen“ mehr karikieren. Und besonders nicht, wenn beides in Kombination auftritt, traurig aber wahr.


Ich finde die Karikatur durchaus gelungen und finde sie in keiner Weise rassistisch oder sexistisch. Aber bildet euch selber eine Meinung. Leider kann ich aus urheberrechtlichen Gründen kein Bild davon einzustellen, aber ich habe euch hier den Link eingestellt. Einfach in die Browserzeile kopieren:

https://www.focus.de/sport/tennis/nach-us-open-eklat-um-serena-williams-aufschrei-wegen-rassistischer-karikatur-in-den-usa_id_9569034.html

 
Seien wir neugierig, was als nächstes kommt, in und bei diesem Theater.

 

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