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Am Sonntag, den 7.7.2019, wurde die Frauenfrauschaft der USA mit einem 2:0 Sieg gegen die Niederlande Weltmeister im Frauenfußball. Einer ihrer Stars, Megan Rapinoe, wurde als beste Spielerin und auch als Torschützenkönigin (6 Treffer, davon 4 Elfmeter) ausgezeichnet.

Jene Rapinoe war es unter anderem auch, die im Vorfeld dagegen gewettert hat, dass Frauen und Männer bei einem WM-Sieg nicht dieselben Prämien bekommen. Scheinbar wurde deswegen auch gegen den amerikanischen Verband geklagt. Auch in Deutschland gab es diese Debatte, da die Herren bei einem WM-Sieg 2018 (wovon sie allerdings meilenweit entfernt waren!) 350.000,00 Euro bekommen hätten, die Frauen jetzt aber „nur“ 75.000,00 Euro.

 

Dieses Thema kann man nun auf zwei Sichtweisen betrachten:

 

Sichtweise 1: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Die Frauen spielen dasselbe Spiel, auf demselben Platz, nach den gleichen Regeln wie die Männer, deshalb sollen sie auch bei einem WM-Titel dieselbe Prämie bekommen. Das dürfte die Rapinoe-Variante sein.

 

Sichtweise 2: Gleicher Lohn für gleiche Leistung!
Mit dem Leistungsvergleich meine ich jetzt nicht ein direktes Vergleichsspiel Weltmeister Männer gegen Weltmeister Frauen. Die Frauen hätten natürlich keine Chance, weil eben die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau so gravierend sind. Gemeint ist Leistung im Sinne von erzielbarem (finanziellen) Gegenwert.

Was die Faszination des Fußballs ausmacht ist die Schnelligkeit des Spiels, sind die Zweikämpfe, die Torabschlüsse, wuchtige Kopfbälle, tolle Paraden der Torhüter, Tempodribblings, technische Kabinettstückerln – dies alles bietet der Männerfußball. Und obwohl sich das Niveau bei den Frauen seit der letzten WM deutlich verbessert hat, ist immer noch wenig von all dem bei den Frauen zu sehen.

 

Zuschauermagnet
Das Produkt Frauenfußball ist nun mal lange nicht so attraktiv (im Sinne von „gut“) wie das Produkt Männerfußball. Das zeigt sich auch ganz klar im Zuschauerinteresse. In Deutschland zählt man z.B. bei zwei Heimspielen von Borussia Dortmund (Männerliga) mehr Zuschauer, als in der Frauen-Bundesliga das ganze Jahr insgesamt! Die Männer haben viel mehr Zuschauer, daher viel mehr Sponsoren und viel höhere TV-Gelder und generieren damit viel mehr Einnahmen.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich gönne den Fußballerinnen von Herzen gute Gehälter und Prämien. Aber einfach so „Diskriminierung!“ zu schreien und die gleichen Prämien zu fordern, wie sie die Männer erhalten, ohne den Prämienzahlern einen zumindest ähnlichen Gegenwert (im Sinne von Einnahmen) dafür zu liefern, finde ich etwas vermessen, um es milde auszudrücken.

 

Marketing
Nun sagen manche der klagenden Frauen, man(n) müsste den Frauenfußball eben besser vermarkten. Das Problem dabei: was will man denn genau vermarkten? Was ist im Frauenbußball besser als im Männerfußball? Eben. Nichts. Das einzig wirklich Vermarktbare wäre die (teilweise) bessere Optik der Spielerinnen, aber das gilt ja aus feministischer Sicht inzwischen als sexistisch und frauendiskriminierend, weil Frauen damit „objektiviziert“ würden.

 

Fazit
Wenn zwei das Gleiche tun, muss es nicht das Gleiche sein. Frauenfußball kann in punkto Schnelligkeit, Zweikampfstärke, Schusskraft, Kopfballstärke oder Sprung- und Schnellkraft (Torhüter) immer noch nicht annähernd mit dem Männerfußball mithalten. Und das spiegelt sich eben auch im mangelndem Zuschauerinteresse wider. Deshalb finde ich die unterschiedliche Bezahlung in diesem Fall auch nicht diskriminierend. Weil wir nun mal in einer Marktwirtschaft leben (Leistung) und nicht im Kommunismus (alle gleich).

 

Quoten-Zote
Der Gender-Feminismus und seine Vertreter_*Innenx sind ja von der Forderung nach „Gleichberechtigung“ schon lange abgekommen. Man verlangt jetzt nach „Gleichstellung“ mit den Männern. Sprich, sie fordern jetzt einfach das Gleiche (wie bei den WM-Prämien hier) bzw. die Hälfte von allem (Gutem). Darum soll es jetzt überall verpflichtend vorgeschriebene Quoten geben, bei den Aufsichtsratsposten, bei den Vorstandsposten, in der Politik usw. Und mit welcher Begründung? Weil wir Frauen sind und die Hälfte der Bevölkerung stellen! Na dann …

 

Hier noch mein „Feminismus-Disclaimer

 

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