Österreich ist heute im Halbfinale des Song-Contest 2012 in Baku ausgeschieden. Diese Wahl gibt Hoffnung, Europa ist noch nicht verloren. Im Gegenteil, es hat Geschmack bewiesen, indem es die Trackshittaz NICHT weiter gewählt hat.
Tja, lieber ORF, das kommt dabei raus, wenn man bei der Österreich-Ausscheidung nur mit einem Telefonvoting-System entscheidet. Die zumeist jugendlichen Trackshittaz-Fans haben am meisten in die Tasten und ins Geldbörserl gehauen. Natürlich wird auch beim Song-Contest diese Zielgruppe europaweit mitvoten, allerdings sind das eben keine blindwütigen Trackshittaz-Fans. Es kennt sie schlichtweg keiner. Dumm auch, dass der Schmäh ihrer Songs vor allem über den Dialekt-Text transportiert wird. Dumm deswegen, weil ihn außerhalb von (Ober)österreich kaum jemand versteht.
Nebenbei – angesichts dieses Ergebnisses könnte man nochmals darüber nachdenken, ob es denn wirklich eine gute Idee war, das Wahlalter in Österreich auf 16 Jahre zu senken. Nun, den H.C. Strache wird’s gefreut haben.
Zurück zu den Trackshittaz. Es gibt ja auch positives. Wir brauchen z.b. auch nächstes Jahr den Song-Contest nicht auszurichten. Spart uns – erfreulich in Zeiten wie diesen - eine Menge Geld. Und die schlechtesten waren sie ja meiner Meinung nach auch nicht. Und für die Jungs war es sicher ein tolles Erlebnis. Das ich ihnen auch von Herzen gönne. Sie sind jetzt sicher noch mehr motiviert, weiter zu machen. Ob das wiederum gut ... egal.
Und ich wünsche mir und uns nächstes Jahr bei der Österreich-Ausscheidung eine Voting-Form, die es ermöglicht, wieder mal ein gutes Lied zum Song-Contest zu schicken.
dazu passender Beitrag: TV-Blog: Österreichs Song für Baku