Im vermutlich letzten internationalen Rennen seiner Karriere – im olympischen Halbfinale über 200-M-Lagen – wurde Markus Rogan gestern als Neunter disqualifiziert. Es hätte also von der Zeit her nicht für das Finale der besten 8 gereicht.
Vorweg: Dass Rogan einer der erfolgreichsten Sommersportler Österreichs ist, ist unbestritten. Und ich hätte ihm die Finalteilnahme und auch eine Medaille gegönnt. Aber es fällt mir schwer zu sagen, dass er dieses Ende nicht verdient hat.
Das „Tüpfchen auf dem i“ ist ja, dass einer der Finalisten inzwischen auf seinen Start verzichtet hat und Rogan mit seiner Zeit doch noch ins Finale gerutscht wäre. Und hätte er diesen unnötigen Hermann-Maier-Sager nicht gemacht (siehe Blog: Markus Rogan Superstar) , dann wäre er heute zumindest ein tragischer Held. So steht seine Disqualifikation mehr für ein "symptomatisches Ende" seiner Karriere.
Pikantes Detail am Rande: Rogan sagte, dass er genau mit diesem Kampfrichter schon einmal wegen dieser Wende Probleme gehabt habe und deshalb diese Wende besonders geübt habe - mit genau diesem Kampfrichter! Wenn ich böse wäre, würde ich vermuten, dass Rogan vielleicht damals ein paar „intelligente“ Sprüche zuviel zu ihm gesagt hat und dass das nun eine Art Revanche dafür war. Aber ich bin ja nicht böse.
Das „Lebbe“ geht weiter, für uns und für Rogan. Mit einem hatte er zweifellos recht, dass er sich oft selbst im Wege gestanden hat. Meiner Meinung nach allerdings nicht wegen zuviel Hirnschmalz, wie er es zu nennen pflegt, sondern durch den Drang, der Welt sein riesengroßes Maß an Hirnschmalz beweisen zu müssen.
Und seien wir uns ehrlich – von einer Medaille war Rogan meilenweit entfernt. Also was soll‘s, er kann jetzt auf Opfer machen und mit Gott und der Welt das ganze Leben hadern, oder einen Haken drunter machen und gut ist. Ich würde ihm das Zweite empfehlen. Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt!