Vor einiger Zeit kaufte ich mir in einem Supermarkt eine Jause. Der zu zahlende Betrag lag unter 5 Euro, ich bezahlte an der Kassa mit einem 10er. Bei der Herausgabe teilte mir die Kassendame bedauernd mit, dass sie mir alles „Münz“ geben muss, weil sie nur mehr EINEN 5er (Schein) hat.
Als mein verständnisloser Blick den ihren traf, war mir sofort klar, dass ich nicht auf Einsicht sondern auf ein nerviges Streitgespräch stoßen würde, wenn ich die Frage aussprechen würde, die sich soeben in meinem Kopf geformt hatte. Und da mir das in diesem Moment einfach zu „hart“ gewesen wäre, fügte ich mich meinem Schicksal und zog von dannen.
Die ungestellte Frage lautete: Und, was machst du nun mit diesem 5er? Gibst du ihn dem Nächsten, oder dem Übernächsten? Hoffst du darauf, dass er sich wundersam vermehrt oder auf natürliche Weise fortpflanzt? Behältst du ihn nun bis Ladenschluss in deiner Obhut? Oder gibt es gar ein (mir bisher unbekanntes) Gesetz, das vorschreibt, dass immer zumindest ein 5er in der Kassa sein muss? Mann (also ich) weiß es nicht.
Wenn ALLE 5er verbraucht sind und die Dame an der Kassa sagt, dass sie mir leider alles Münzen geben muss, weil sie KEINEN 5er mehr hat, dann ist das ja kein Thema, ist halt eben so. Aber so komme ich mir irgendwie gefrotzelt vor.
Vom Gefühl her ist das ungefähr so, als wenn ein Restaurant ein Mittagsmenü anpreist, auf das ich beim Lesen Lust bekommen habe, und man mir bei der Bestellung sagt, dass ich leider etwas anderes nehmen muss, weil sie nur mehr wenige von den Menüs über haben. Hallo?
Ich hatte also nichts gesagt und die Sache inzwischen eigentlich schon wieder vergessen, bis … mir gestern in Innsbruck genau dasselbe passiert ist! Mit dem Unterschied, dass die dortige Dame noch mehrere 5er (so 5 oder 6 Stück) in der Lade hatte. Aber da ich es gestern eilig hatte und zu einem Termin musste, habe ich mich auch da nur gewundert. Was geht da in den Köpfen vor? Ist das weibliche Logik? Mann weiß es nicht.