Als bekennender SongContest-Fan habe ich mir gestern die deutsche Ausscheidung angesehen. 12 Songs aus allen möglichen Genres standen zur Auswahl. Ein durchaus unterhaltsamer Abend, nur die Abstimmung am Ende war eine Farce!


Der Modus: es gab 3 gleichwertige „Abstimmer“. Die Radiowertung (bei 9 Stationen konnte im Vorfeld abgestimmt werden), die Zuschauerwertung (nach den Songs konnten die Zuschauer anrufen) und eine Wertung der Jury, bestehend aus 5 Personen. Jede Gruppe konnte nun Punkte vergeben, 12 für den Besten, 10 für den Zweiten, und dann von 8 runter bis 1. Die Punkte werden addiert und tataaa – der Sieger ist gefunden.


Farce Nr. 1:

Dass die Zuschauer das Ergebnis des Radio-Vortings schon kannten, aber immer noch lange anrufen, dieses Ergebnis „korrigieren“ konnten.


Farce Nr. 2:

Bei ALLEN Radiostationen lag LaBrassBanda, eine bayrische Blechbläser-Band mit einer Mixtur aus Punk, Ska und Volksmusik an erster Stelle, Rang 2 für Cascada, mit einem Dance-Pop-Song.

Bei den Zuschauern war die Lage umgekehrt: Cascada vor LaBrassBanda (dieses Ergebnis kann aber von Farce 1 schon beeinflusst sein! Man weiß es nicht!)

Dann die 5-köpfige zusammengewürfelte „Experten-Jury“, 2 Mitglieder davon über 50 Jahre, eine Altersgruppe, die beim SongContest wohl eher wenig abstimmen wird. Die Wertung dieser Jury war dann auch völlig anders als jene der anderen beiden Gruppen. Und da LaBrassBanda nur einen Punkt erhielten, war der Weg frei für Cascada, die 8 Punkte bekam.


Letztendlich haben also die 5 (!) sogenannten Experten entschieden, wer zum Songcontest fährt und nicht zigtausende Zuschauer und Radiohörer. Da komme schon ich als neutraler Zuschauer mir verarscht vor!


Heute wird in Österreich abgestimmt. Da bin ich mal gespannt, was da rauskommen wird.

 

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