Der Zwiderwurz aus
unserer Dorfzeitung
HitteHatte Nr. 252
"Juni 2019"
Gück-Schmied
Neulich, in der Apotheke meines Vertrauens. Die Apotheken-Dame bringt mir das auf dem Rezept vermerkte Medikament. „Kann ich dir mit noch was helfen?“, fragt sie in freundlichem Ton. „Nein danke, ich bin (mit dem Medikament) vollkommen glücklich!“, frohlockte ich. Darauf sie: „Du brauchst aber nicht viel (um glücklich zu sein)!“. Kurz darauf beendeten wir gut gelaunt unsere kleine Begegnung.
Im Auto überfiel mich dann eine Erkenntnis: Je geringer ich mir meine „Glücksschwelle“ setze, desto öfter kann ich glücklich sein! Anders gesagt, je öfter ich im Alltag auch kleine und kleinste Dinge bewusst (!) wertschätze, desto mehr Freude und Glück verspüre ich. Wie genial ist das denn?! Statt auf das Glück zu warten, einfach aktiv viele kleine Glücksmomente erzeugen! Wow!
Dieser euphorische Zustand hielt leider nicht lange an. Erkenntnis alleine ist zu wenig. Man muss sich diesen Geisteszustand erst erarbeiten. Das wertschätzende Wahrnehmen der Schönheit von kleinen, „unbedeutenden“ Momenten will geübt werden.
Es soll ca. 30 Tage dauern, bis man eine neue Gewohnheit eingeübt hat. Ist eigentlich gar nicht so lang. Wär‘ einen Versuch wert. Und dann schauen, was sich alles so geändert hat. Spannend? Spannend!